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Der Weg war mein Ziel     Karl Felber

Als ich vor 50 Jahren nach längerer Tätigkeit in Wien als Bus- bzw. LKW-Fahrer in meinen damals noch sehr verschlafenen Heimatort Gnies zurückkehrte, fühlte ich eine furchtbare Enge und Trostlosigkeit, denn für mich gab es in wirtschaftlicher und . nanzieller Hinsicht keine Zukunftschancen. Daher entschloss ich mich, selbstständiger Fuhrmann zu werden. Ich machte damals alles was möglich war zu Geld, sogar die Kühe meiner Eltern. Ich kaufte mir von dem dürftigen Erlös einen 3,5-Tonner Skoda. Meine Transporte im Dorf und Umgebung beschränkten sich ausschließlich auf Schotter und Lebendvieh. Dieses Geschäft war zu dieser Zeit alles andere als lukrativ. Daraufhin kaufte ich von meinem zukünftigen Schwiegervater einen Steyr-Diesel 380, den ich mit Viehtransporten bei ihm abdiente. Nach einiger Zeit erwarb ich von der Fa. Janisch in Ilz sogar einen neuen Steyr-Diesel 380. Ich führte damit Vieh (lebend und gestochen), Obst und Holz nach Wien. Meine Zukunft lag aber im Fernverkehr. Der „Nächste“ war ein Gräf & Stift, möglich durch die Bürgschaft meines Schon-Schwiegervaters. Leider stellte sich diese Investition alsbald als Fehlinvestition dar. Folgender Spruch bewahrheitete sich fürchterlich: „Der nie einen Gräf besaß, der waß an Scha..!“ Dies alles traf mich hart, denn . nanziell hat mich dieses Auto nicht in die Höhe gebracht. Ein Fiat-MAN 145 kam dann in meinen Hof, das beste Auto zur damaligen Zeit. Jahrelang fuhren wir damit nach Holland und anschließend mit Holz nach Triest.
Im Jahre 1967 bekamen wir den ersten Auftrag von der Elin- Union Weiz. Ihre Erzeugnisse transportierten wir in ganz Europa bis nach Schweden und Finnland nördlich des Polarkreises. Ebenfalls wurde damals mit dem Bau der Donaukraftwerke begonnen, die wir allesamt belieferten.
Unser Fuhrpark umfasst heute 30 LKWs und wir sind bemüht, unsere Aufträge zur vollsten Zufriedenheit zu erledigen.

50 Jahre – ein Auf und Ab in jeder Weise, hart und herzlich, manchmal traurig, aber auch lustig. Kameradschaft, Freundschaft, Zusammenhalt und der Glaube an die Zukunft haben mir die Kraft gegeben, diesen Weg zu gehen.

Karl Felber

Karl Felber

 

1955: Aller Laster Anfang ...     Alois Klamminger

...hat für mich, Alois Klamminger, zumindest eine 2fache Bedeutung! Als mein jetziger Schwiegervater (Karl Felber, Seniorchef) und seine inzwischen verstorbene Ehefrau Edeltraud 1955 ihr Transportunternehmen gründeten, erblickte ich an einem Freitag dem 13. als Sohn des Landwirteehepaares Johann und Aloisia Klamminger in Kühwiesen das Licht der Welt. Mein erstes Erlebnis mit einem LKW hatte ich mit ungefähr 6 Jahren, als ich mich allein zu Fuß aufmachte und von meinem Heimatort Kühwiesen nach Wollsdorf marschierte und glückselig war, als ich mit dem ortsansässigen Frächter Adolf Pendl, der mit seinem „Steyr-Diesel-Kipper“ beim Straßenbau am Wollsdorfer Riegel eingesetzt war, mitfahren durfte. Ein unvergessenes Erlebnis, welches jedes Bubenherz höher schlagen lässt. Nach Beendigung meiner P. ichtschulzeit, welche ich in den ersten Jahren noch mit einem täglichen 10 km-Fußmarsch zu bewältigen hatte, machte ich eine Lehrausbildung als Großhandelskaufmann in Graz.
1973 kam ich erstmals nach Gnies, wo ich bei einem Jugendball meine spätere Ehefrau, Elsbeth Felber, kennenlernte. 1975, also vor 30 Jahren, fuhr ich in den Hafen der Ehe ein und Sohnemann Michael erblickte als Sonntagskind das Licht der Welt. Somit veränderte sich mein Berufsleben schlagartig. Meine erste Fernfahrt als Beifahrer von Albin Kulmer führte nach Schweden. Es war eine damals noch abenteuerliche Reise über die ehemaligen Ostblockländer Tschechoslowakei und DDR auf die Insel Rügen und mit der Fähre von Saßnitz nach Trelleborg.
1976 vergrößerte sich unsere Familie, als unser zweitgeborener Sohn Bernhard zur Welt kam. In den darau. olgenden 10 Jahren ging ich mit dem ersten in österreich zugelassenen ABS-Hängerzug auf große Fahrt. Zu dieser Zeit belieferten wir mit 5 LKW-Zügen sämtliche österreichischen Wasserkraftwerke. Auch Schwertransporte mit überbreiten bis 6 Metern und mehr waren keine Seltenheit. In weiterer Folge fuhren wir auch verstärkt mit sperrigen Gütern nach Skandinavien und sogar über den Polarkreis und die Eismeerstraße bis nach Nord. nnland. Die 80er Jahre führten mich auch häu. g nach Frankreich, wo ich nicht nur Land und Leute, sondern auch die vorzügliche Ess – und Trinkkultur der Franzosen kennen und schätzen lernte. 1988 mußte ich auf Grund von laufender Fuhrparkerweiterung das Lenkrad gegen das Telefon (als Disponent im Büro in Gnies) tauschen. 1989 verstarb die Chefin und Seele des Betriebes Edeltraud Felber allzu früh. Gleich darauf wurde unser drittes Kind, Tochter Ricarda geboren. 1990 wurde ich Geschäftsführer der Felber Transport GmbH. Zu dieser Zeit diente uns bereits ein großes Grundstück im Sinabelkirchener Industriegebiet vorerst als LKW-Abstellplatz.
Inzwischen schreiben wir 2005 und unser Fuhrpark umfasst an die 30 Mercedes-Fahrzeuge. Unsere Hauptaufgaben erstrecken sich auf den Transport und die Lagerung von Windkraftgeneratoren, Transformatoren und Generatorteilen, die wir zum Großteil ab unserem Hallen- bzw. Freilager in alle EU-Länder und darüber hinaus transportieren. Zum 50. Gründungsjahr haben wir uns auf Grund von Platzproblemen ein neues, 170 m² großes, modernes Büro in Sinabelkirchen errichten lassen, welches wir - so Gott will und es die Wirtschaftslage erlaubt - noch mindestens 50 Jahre nützen wollen.

In diesem Sinne bedanke ich mich bei all unseren Kraftfahrern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren oft mühevollen Einsatz. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei meinen Eltern für eine unbeschwerte Kindheit in freier Natur bedanken. Ein besonderer Dank gilt meiner Frau Elsbeth, die in all den Jahren durch ihre ganz persönliche Note den Alltag aufgewertet und mein Leben nachhaltig geprägt hat! Abschließend wünsche ich unseren Kindern für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit und dass sie mit Gottes Hilfe ihren Weg gehen mögen, wie auch immer dieser aussehen mag.

Alois Klamminger, Geschäftsführer

Neue Ziele sind unser Weg...     Michael und Bernhard Klamminger

...und diesen möchten wir gemeinsam mit unserem Team und dem modernsten Equipment in einem neuen, angenehmen Arbeitsumfeld weitergehen. Damit sind wir wie bisher in der Lage, die verschiedensten Transporte zur vollen Zufriedenheit unserer Auftraggeber durchzuführen.
Uns ist bewusst, dass in Zukunft verstärkt ökologische Aspekte das Gebot der Stunde sein werden. Darauf sind wir vorbereitet. Natürlich möchten wir unseren Kunden aber auch weiterhin mit Werten wie Verlässlichkeit und Pünktlichkeit die Last(en) abnehmen.
Wir, die „junge Riege“, freuen uns auf die Herausforderungen der Zukunft und sind überzeugt, dass wir in 50 Jahren ebenso stark im Markt sein werden wie heute.

Michael und Bernhard Klamminger